Zahlen & Fakten zum Bayerischen Schuhmacher-Handwerk

Zwar haben sich die Rahmenbedingungen für Schuhmacher seit den 1990er Jahren durch die Verlagerung von Schuhproduktionen und Import von Billig-Ware aus dem Ausland erschwert. Dch dank der flexiblen Ausbildung, der Möglichkeit zur Weiterbildung und nicht zuletzt dem Trend zum HAND-Werk ist der Beruf des Schuhmachers auch heute noch sehr attraktiv. Ebenso erfährt der Maß-Schuh als einstiger Anachronismus der Moderne, als Statussymbol und Fundament eines gesunden Bewegungsapparates erfreulich wachsende Nachfrage!

Qualtitätsbewusstsein und umweltbewusstes Verhalten der Konsumenten spielen dabei eine ebenso große Rolle, wie Traditions-Erhalt und Bindung an lokale Fachbetriebe.

 

Seitens des Berufsnachwuchses spielen andererseits interessante Faktoren wie die Flexibilität des Handwerks, stetig neu entwickelte Materialien und Verabeitungskenntnisse, die Qualität der Verarbeitung und das Wissen über hochwertige Rohstoffe eine wichtige Rolle bei der Berufswahl und dem ambitionierten Interesse junger Menschen für diesen Beruf (s. auch "Handwerk mit Zukunft").

 

In Schuhmacher-Innungen vertreten und somit stark in der Gemeinschaft sind derzeit (Stand April 2011) landesweit 164 Schuhmacher-Meister. Regional auf Innungen unterteilt sind dabei:

 

Aschaffenburg - 7 Mitglieder

Augsburg - 20 Mitglieder

Einzelmitglieder - 12 (ohne regionale Innungen)

Mittelfranken - 21 Mitglieder

München - 72 Mitgliedern

Nord-Oberpfalz - 4 Mitglieder

Straubing - 4 Mitglieder

Unterfranken (o. Bay.Untermain) - 24 Mitglieder

 

Aktuell werden nur Betriebe mit Meisterprüfung zugelassen und sind dazu berechtigt, das eingetragene Logo für Meisterbetriebe zu führen (s. Abbildung linke Seite)